Was ist Musiktherapie?

Musiktherapie ist eine kreative Soziotherapie, bei der Kinder musikalisch ihren Gefühlen Ausdruck geben und zur inneren Balance finden. Besonders kranke Kinder haben die Möglichkeit über Musikinstrumente einen Zugang zur Außenwelt bekommen. Kinder, die viel liegen, können über das Trommelspiel Bewegungserfahrungen machen. Bei innerer Anspannung hilft z.B. eine Klangschale, um die Atmung zu vertiefen. Musik und Rhythmik ist für die Wahrnehmung der Kinder von Bedeutung. Ein krankes Kind ist oft leider isoliert und kann nicht entsprechend seine Sinne entwickeln. Hier wirkt besonders die Musiktherapie entgegen. Über Klänge wird die auditive Wahrnehmung gefördert. Musik schafft ein Reizklima, bei der die Neuronen im Gehirn aktiviert werden. Bei Kindern, die sich nicht nonverbal ausdrücken können, hilft ein Musikinstrument, um im musikalischen Dialog zu gehen. Ziel der Musiktherapie ist es eine Atmosphäre zum Wohlfühlen zu schaffen und den Menschen in seiner Persönlichkeit und Beziehungsfähigkeit zu unterstützen.

Was bewirkt Musiktherapie?

Bei Kindern mit Entwicklungsverzögerungen und Wahrnehmungsstörungen schafft z.B. die Rhythmik ein Reizklima, wo das Zusammenspiel der Sinne gefordert wird. Dieses ist für jeden Lernprozess wichtig. Nur wenn die Sinne gut zusammenarbeiten kann das Kind die Reize seiner Umwelt besser aufnehmen und verarbeiten. So ist Rhythmik eine Art Zirkeltraining für die Sinne.


Bei traumatisierten Kindern bekommt das Innere über Musik Ausdruck, was sonst nicht in Worte gefasst werden kann und worüber schweigen um möglich ist. Die Kinder malen was sie fühlen und verwenden hierfür entsprechende Instrumente und geben dem Gefühl musikalisch Ausdruck. Um ein Wohlgefühl wiederherzustellen, spielen sie für Schmerz und Kummer sich selbst Trost zu. Dadurch können z.B. auch psychosomatische Bauchschmerzen verschwinden.


Kindern mit Ängsten, können diese über Musik darstellen und verwandeln sie in Mut und Vertrauen. Dadurch wird ihr Selbstwertgefühl gefördert.


Kinder mit Leistungsdruck und Lernschwierigkeiten in der Schule, können über Musik ein Ventil finden, um diesem entgegen zu wirken.


Bei Kindern mit ADHS, hilft die Musiktherapie durch kreative musiktherapeutische Methoden ist es möglich an die Wurzel eines Problems zu kommen. Was beunruhigt das Kind? Wird der Auslöser gefunden, so kann dem Kind besser geholfen werden und es bekommt vom Umfeld Verständnis für sein Verhalten. Oft werden diese Kinder in der Schulklasse ausgegrenzt, da sie den Unterricht stören.


Bei Kindern mit Behinderungen, wie z.B. Down Syndrom hilft Musik und Gesang, um die Sprache zu entwickeln.


Besonders liegen mir Kinder am Herzen, die nicht nonverbal in Kontakt mit ihrer Außenwelt treten können. Über einen musikalischen Dialog bei dem die Kinder über ein Instrument in Kontakt gehen ist dieses möglich.

Schwerpunkte meiner Arbeit

Musiktherapie bei Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, Bindungsstörungen, Ängsten, Verlusterfahrungen, Traumatisierungen, kranke Kinder mit Epilepsie und ADHS.

Bei Demenzkranken hilft Musik aus der Erstarrung zu kommen und Kontakt zur Außenwelt zu finden. Ihr Erinnerungsvermögen wird über musikbiografisches Arbeiten aktiviert. Die Rhythmik schafft Orientierung, Struktur und Sicherheit. So ist Marschmusik bei Demenzkranken besonders beliebt, wie der Radezki Marsch.

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